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Klettern in Südnorwegen im Sommer
..........kennen wir.
Aber: Warum nicht mal im Winter? Die letzten Winter immer in den Dolomiten
unterwegs sollte mal was neues ausprobiert werden.
Nach der abendlichen Ankunft am Nisservatn galt es zunächst ein
Nachtlager zu finden. Nicht ganz einfach, da es mit Unterständen nicht
weit her ist und zudem starker Schneefall die Suche nicht grade
vereinfachte. Aber mit ein bisschen Glück fanden wir schließlich noch
einen recht komfortablen Biwakplatz.
Der nächste Morgen stellte sich dann entsprechend dar:
Neuschnee in den Wänden, dafür aber Sonne.
Für den Weiterweg musste jetzt umgepackt werden.
Die Pulkas wurden beladen, Verpflegung für mehrere Tage,
Kletterausrüstung, Zelt......und nicht zuletzt:
Ordentlich Rum, denn die Abende sind lang.
Unser Ziel war der Haegefjell, mit seiner fast 3km breiten und bis zu 500m
hohen Südwand, einer der „Größten“ Südnorwegens.
Da aufgrund der Schneeverhältnisse an Klettern zunächst nicht zu denken
war, nutzen wir die Zeit für Erkundungen, Routenstudium, ............und
Holzmachen, schließlich wollten wir ja was warmes essen.
Da sich auch am vierten Tag keine grundlegende Änderung ergaben,
entschlossen wir uns in tiefere Tallagen umzuziehen.
Unser zweites Basislager schlugen wir am Troldhaugen auf, südseitig,
feinster Granit und......schneefrei! Die Chance wurde genutzt und so
konnten wir innerhalb 3,5 Std. gut 400 Klettermeter bis 6- abspulen und
nebenbei noch einige Haken sanieren.
Am nächsten Tag ging´s an den Flaten. Hier wiederholten wir eine unserer
Erstbegehungen vom letzten Sommer. Drei Seillängen bis 7/7+ und alles bei
schönstem Wetter, fast zu warm.
Bei solchen Bedingungen fällt die Rückkehr nach Hause natürlich
schwer.....in unserem Fall wurde sogar noch ein kleines Glückspiel
draus........( mehr beim Dia-Vortrag)
Wie sich gezeigt hat ist Norwegen ein super Winterziel. Möglichkeiten ohne
Ende: Skilaufen, Schneeschuhwandern, Klettern,
Eisklettern,.........Lagerfeuerromantik
Die sind nur einige Beispiele, die mit ein bisschen Phantasie einen
durchaus auch anspruchsvollen „Winterkletterurlaub“ bescheren
können........................nächstes Jahr wieder.
„Sir“ Walter und Götz
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